Liebe Mitglieder
der Deutschen Puschkin-Gesellschaft,
liebe Freunde

 


Am 23. August 2022 erlitten wir einen großen Verlust. An diesem Tag ist unser Freund Dietmar Stüdemann in Berlin verstorben. Gerade weil seine Genesung nach seiner Erkrankung Anfang Februar in den letzten Wochen gute Fortschritte machte, kam sein Tod für alle seine Freunde ganz unerwartet.

Dietmar Stüdemann gehörte 1987 zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Puschkin-Gesellschaft. Er wirkte seit Anbeginn im Vorstand, später als Vorsitzender der Gesellschaft. Seine Studien der Rechtswissenschaften, Slavistik und Soziologie sowie seine langjährige Tätigkeit als Diplomat und zuletzt als Botschafter in Kiew prädestinierten ihn für die von ihm über viele Jahre betreute und repräsentierte Deutsche PuschkinGesellschaft. Damit hat er sich für die Wissenschaft, aber auch für die praktische Arbeit der Gesellschaft große und bleibende Verdienste erworben. Aus Altersgründen trat er kürzlich als Vorsitzender zurück und war seitdem als Stellvertreter des Vorsitzenden für die Kontakte zu in- und ausländischen Partnerorganisationen der Gesellschaft zuständig.


Dietmar kannte nicht nur Puschkins Werk und Leben bis in die Details von Deutungsfragen und Mythenbildung. Er war ein Polyhistor, einer der alles wusste! Er liebte die Pointe und hatte mit seinem von Diskretion und großer Menschenkenntnis getragenen hintergründigen Humor eine außerordentlich bedeutende Stimme im Kreis der Mitglieder und Freunde der Deutschen Puschkin-Gesellschaft.


Dietmar Stüdemann war an der Gestaltung der Deutschen Puschkin-Gesellschaft, an allen Geschäftsvorgängen, an allen Vorbereitungsschritten für Konferenzen und Präsentationen von Anfang an beteiligt. Sein Herz hing aber vor allem am Vermitteln / Weitertragen seines Wissens: akribisch, stetig, nicht aus der Ruhe zu bringend, die Zuhörer in den Bann ziehend und hin und wieder auch mit einem Schuss liebenswürdiger Sturheit, die sich aus einem reichen literarischen, historischen und bibliophilen Erfahrungsschatz speiste.


Er war eine brillante und mächtige Persönlichkeit!


Er war die Seele und das Gewissen der Gesellschaft!


Sein mit Puschkin und mit Russland verbundenes Erbe werden wir, an ihn denkend, weitertragen.


In tiefer Trauer

Sehr geehrter Herr Drautz,

mit Bestürzung habe ich die Nachricht vom Ableben Ihres Vorgängers, Herrn Dietmar Stüdemann, erfahren.


Wir werden uns an ihn als einen großen Freund der russischen Kultur erinnern. Davon zeugt vor allem sein langjähriges Engagement auf dem Posten des Vorsitzenden der Deutschen Puschkin-Gesellschaft, welche sich als ein äußerst zuverlässiger und aktiver Partner erwiesen hat. Die von Ihm organisierten zahlreichen Veranstaltungen zeugen von großem organisatorischen Talent und unerschöpflicher Kreativität.


Ich bin Herrn Stüdemann zutiefst dankbar für die immense Arbeit, die er im Namen des großen Dichters Alexander Puschkin und der russischen Kultur geleistet hat.


Ich bitte Sie, mein aufrichtiges Beileid und die Worte der Unterstützung den Angehörigen und Nächsten des Hingeschiedenen zu übermitteln.

 

Mit stillem Gruß

Sergej J. Netschajew
Botschafter der Russischen Föderation
 

Würdigung von Dietmar Stüdemann

 

„Alles sollte in einem Menschen schön sein: Gesicht, Kleidung, Seele und Gedanken...",  wie der große Schriftsteller A. P. Tschechow einmal sagte.

Die Theatertruppe des Staatlichen Puschkin-Theaterzentrums in Sankt Petersburg und des Theaters „Puschkin-Schule des Wladimir-Rezepters“ drücken ihr aufrichtiges, tiefes Beileid im Zusammenhang mit dem Tod von Dimitry Stüdemann, einer bemerkenswerten Person und eines Puschkinisten aus.


Jedes Treffen mit ihm war unvergesslich. Er leistete einen bedeutenden Beitrag zur Weltkultur. Das Himmelreich ihm, unserem Freund und Mitstreiter in der großen Sache der Verbreitung des Puschkin-Erbes in Russland und Deutschland.


Ewiges Gedenken. 

Künstlerischer Leiter Vladimir Rezepter

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Nachruf Hrn Stüdemann Puschkin-Museum
Liebe Mitglieder
der Deutschen Puschkin-Gesellschaft!

 

Bitte nehmen Sie unser tiefes Beileid zum Tod von Herrn Dietmar Stüdemann, Mitglied der Deutschen Puschkin-Gesellschaft, entgegen!

Das Staatliche A.S. Puschkin-Museum und die gesamte A.S. Puschkin-Museen Gemeinschaft trauert zutiefst um Herrn Dietmar Stüdemann. Tiefgründiger und durchdringender Geist, Aufrichtigkeit und Großzügigkeit gewannen den Respekt aller, die ihn kannten.

Die Erinnerung an ihn wird für immer in unseren Herzen bleiben als bemerkenswerte Person, Kenner des Puschkin Werks, talentierter Forscher, dessen herausragende Fähigkeiten zur Entwicklung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland beigetragen haben.

Die Erinnerung an Herrn Stüdemann wird für immer in den Herzen der Mitarbeiter des Staatlichen A.S. Puschkin-Museum bleiben, wo man ihn kannte und ihn schätzte. Das Team des Staatlichen A.S. Puschkin-Museum wird immer mit Dankbarkeit an die wertvollen Momente unserer Treffen erinnern.

Der erlittene Verlust ist unersetzbar!

In tiefer Trauer!

 

Der Direktor                                                               E. A. Bogatyrev

Das Team des A.S. Puschkin-Museum

Liebe Mitglieder der Deutschen Puschkin-Gesellschaft! 

Das A. Puschkin-Literaturmuseum bekundet sein Beileid zum Tod eines der Gründer und des Vorsitzenden der Deutschen Puschkin-Gesellschaft, Dietmar Stüdemann. 

Wir laden Sie ein, mit uns das Andenken an Dietmar Stüdemann zu ehren und an das Treffen mit Vertretern der Deutschen Puschkin-Gesellschaft zu erinnern, das im September 2021 in Vilnius auf Puschkins Landgut in Markutja stattfand (bitte den Link folgen).

Link: YouTube Literatūrinis A. Puškino muziejus 

 


A. Puschkin-Literaturmuseum in Markutja

Trauernzeigen 
in der FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
Nr. 211 vom 10. September 2022
In memoriam Dietmar Stüdemann
Traueranzeige PGL_edited.jpg

Лишь. Розы - Die Rosen

A.S. Puschkin

 

Лишь розы увядают,
Амврозией дыша,
В Элизий улетает
Их легкая душа.

И там, где волны сонны
Забвение несут,
Их тени благовонны
Над Летою цветут.

 

Veröffentlicht 1884

 

 *

 

Nur die Rose vergeht

mit einem ambrosischen Duft

und in das Elysium weht,

er  leicht hinüber wie Luft.

 

Wo Wellen träumend ermatten

Vergessenheit mit sich ziehn,

wird ihr wohlriechender Schatten

über dem Lethe erblühn.

(Ü v. M. A.)